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Ausbildung
Im jungen empfindsamen Alter dürfen die Übungen und die Beschäftigung keinesfalls den Charakter einer konsequenten Abrichtung haben. Es gilt, den Junghund kaum merklich, ja spielerisch in ein uns wünschenswertes Verhalten zu lenken. Überforderung, stärkerer Zwang bei der Erziehung können in diesen Lebensmonaten für die Entwicklung der empfindsamen, verspielten Junghunde üble Folgen haben. Leicht können sie durch falsch verstandene und verkehrt durchgeführten Früherziehung handscheu, ängstlich und verdorben werden.
Bereits mit zehn bis zwölf Wochen müssen wir dem jungen Hund Gelegenheit geben, seine Sinne zu entdecken und diese zweckmässig anzuwenden. Dem jungen Schweisshund sollten wir möglichst frühzeitig Möglichkeiten bieten, das für seine Aufgabe wichtigste Sinnesorgan, die Nase, zu gebrauchen. Am einfachsten geschieht dies durch Legen von Futterschleppen. Zu seiner gewohnten Fressenzeit legen wir die erste nur wenige Meter lange Futterschleppe, an deren Ende als Belohnung das gewohnte Futter steht. Hat der junge Hund erst einmal begriffen, dass er mit Hilfe seiner Nase zum Ziel kommt, dann können die Schleppen länger und schwieriger mit Bogen und Haken werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schleppe mit Nackenwind gelegt wird, zumindest muss das Ende der Schleppe so liegen, dass der Hund nicht Wind von seinem Futternapf bekommt. Das würde ihn auf jeden Fall verleiten, den Kopf hochzunehmen und mit hoher Nase zu arbeiten. Von Anfang an muss der Schweisshundeführer darauf achten, dass sein Hund mit tiefer Nase arbeitet! Schleppen und Fährten daher möglichst mit Nacken- und Seitenwind ausarbeiten lassen. Sie dürfen auch nicht zu frisch sein. Die Witterung muss bereits soweit verflogen sein, dass der Hund gezwungen ist, seine Nase herunterzunehmen. Die kurzen Futterschleppen für den jungen Hund sollten wenn möglich, mehrmals die Woche durchgeführt werden. Hat der Hund mit der Futterschleppe keine Mühe mehr, führen wir ihn jetzt vorsichtig an eine richtige Schweissfährte heran. Auch diese Übung sollte mindestens einmal pro Woche durchführt werden. Am Anfang legt der Hundeführer die Fährten selber und markiert sie. Später lässt der Hundeführer die Fährte von jemand anderem laufen, so lernen Hund und Führer sich gegenseitig zu vertrauen. Um später an Prüfungen und echte Nachsuchen bestehen zu können.
Ganz wichtig ist, dass der Hund nur von einem Führer geführt wird. Der Führer muss am Verhalten des Hundes erahnen können, ob der Hund noch auf der richtigen Fährte arbeitet oder ob er einer Verleitfährte folgt.
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