orientierungslauf
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Die Wiege des OL ist Skandinavien. Dort diente das Orientierungslaufen Mitte des 19. Jahrhunderts als Militärtraining. Am 31. Oktober 1897 wurde in der norwegischen Nordmarka bei Oslo der erste OL-Wettkampf durchgeführt. Acht Läufer liefen eine 10,5 km lange Strecke mit drei gesetzten Posten. Der Massstab der Karte betrug 1:30000, und der Sieger legte die Strecke in 1 Stunde und 45 Minuten zurück. ÖL wurde mit der Entwicklung von genauen Kompassen in den 1930er-Jahren in Norwegen, Finnland und Schweden immer populärer. Dort ist er seit Generationen ein beliebter Volkssport.
Auch in der Schweiz hat ÖL eine lange Tradition. Die besten Orientierungsläuferinnen und        -läufer kommen denn aus Schweden, Norwegen. Finnland – und der Schweiz. Lange war die Schweiz die klare Nummer vier unter den OL-Nationen, seit ein paar Jahren können unsere Athletinnen und Athleten aber mit den Nordländern mithalten. An den Weltmeisterschaften 2003 in der Schweiz, 2005 in Japan und 2006 in Dänemark war die Schweiz sogar stärkste Nation.
Im internationalen OL-Verband, der International Orienteering Federation IOF, sind heute 67 Landesverbände aus allen Erdteilen zusammengeschlossen (37 aus Europa, 13 aus Asien, 7 aus Südamerika, 3 aus Afrika, 3 aus Zentralamerika, 2 aus Nordamerika, 2 aus Ozeanien). Die IOF zeichnet für die Durchführung von Welt- und Europameisterschaften sowie Junioren- und Seniorenweltmeisterschaften verantwortlich. Die WM, die erstmals 1966 in Finnland ausgetragen wurde, findet seit 2003 jedes Jahr statt, die EM wurde nach zwei Austragungen 1962 und 1964 im Jahre 2000 wieder im 2-JahresRhythmus ins internationale Wettkampfprogramm aufgenommen. Eine WM für Junioren gibt es seit 1990, die Ski-OL-WM seit 1975. 2002 wurde erstmals auch eine Bike-OL-WM ausgetragen.
Nicht nur die Topathletinnen und Topathleten messen sich regelmässig mit der internationalen Konkurrenz. Wie kaum in einer anderen Sportart bieten sich mehrtägige OL-Veranstaltungen für Ferienreisen mit der ganzen Familie an. Über 15 000 Läuferinnen und Läufer aller Altersstufen nehmen beispielsweise am alljährlich stattfindenden schwedischen 5-Tage-ÖL «0-Ringen» teil. Das Schweizer Pendant, die Swiss-0-Week, zieht über 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Die Hälfte reist jeweils aus dem Ausland an.
OLG Skandia
 
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